Katze krank – was nun?

Katze krank – was nun?

Katze  krank- was tun? 

Vor dieser Frage stehen jedes Jahr unzählig viele Menschen. Und ich spreche aus eigener Erfahrung, dass es mental eine ganz schöne Achternbahnfahrt ist, wenn der geliebte Katzenfreund morgens plötzlich nicht aufsteht oder heim aus der Nachtschicht kommt und sich gleich in einer Ecke verkriecht ohne Essen zu wollen.

Erste Regel: ruhig bleiben!

Sich Sorgen machen ist zwar ein menschliches Attribut, ändert aber nichts am Augenblick und die Sorgen übertragen sich noch automatisch auf die Katze, die unsere Gefühle ungefiltert übernimmt. Also zusammenreißen!

Katze krank – der Katzenkampf

Dann schauen, ob Blut auf dem Boden zu finden ist oder Fellbüschel rumliegen. Dieses kann alles Hinweis auf einen Katzenkampf sein. Auch wenn die Katze ganz aufgeplüscht und geduckt nach Hause kommt, ist oft der Widersacher im Revier des Rätsels Lösung.

Wenn Du nachts draußen Kampgeräusche und Katzengeschrei gehört hast, kannst Du Dir ziemlich sicher sein, dass Dein geliebter Katzenfreund beteiligt war.

Wenn Du mit Deinem Nachbarn eine Schlägerei hattest, bist Du auch nicht wie immer und gehst vermutlich auch nicht zur Arbeit, sondern zum Doktor oder ins Bett. So ist es auch bei Deiner Katze. Vom Schreck- und Schockmoment mal ausgenommen, verkriecht man sich nach so einer Episode am besten irgendwo, wo einen keiner sieht. Das mag neben den Schmerzen auch mit dem Ego zu tun haben, wenn man vielleicht eine Niederlage hat einstecken müssen.

Katze krank nach Schlägerei/Beißerei – Was tust Du?

Zuallererst solltest Du Dir einen Überblick über den Gesamtzustand verschaffen, ob tierärztliche Hilfe nötig ist oder nicht.

Wenn Dein pelziger Freudn es zulässt, solltest Du ihn vorsichtig ansprechen und eventuell hochnehmen. Bei schmerzhaften Stellen wirst Du dieses sehr schnell merken, also pass auf Deine Finger auf. Je nach Katze und Temperament brauchen wir nicht auch noch einen Humanarzt, weil Deine Katze DICH gebissen hat.

Wenn Du Beine und Körper abtasten darfst, spüre ob Du Krusten findest oder kleine blutige Stellen. Kontrolliere, ob Deine Katze stehen kann bzw alle Beine gleich belastet. Versuche sie zum fressen zu animieren.

Möchtest Du einen Ratgeber, in dem Du nachlesen kannst, wie Du Dich im speziellen Krankheitsfall verhalten sollst? „Katze krank?“ ist als E-Book oder Taschenbuch erhältlich.

Katze krank nach Beißerei – frisst aber

Wenn Deine Katze frisst, alle vier Beine belastet und mit Dir schmust, dann war es nur der Schreck. Solltest du größere Verletzungen finden, konsultiere trotzdem einen Tierarzt, Du kannst aber abwarten.

Ist ein Bein angeschwolen oder wird nicht belastet, kannst Du auch erstmal abwarten.

Wird es die nächsten Tage besser, behalte es einfach im Auge. Verschlechtert sich der Zustand jedoch, suche unbedingt einen Tierarzt auf.

Und behalte das Wochenende im Auge. Nicht selten verschlechtert sich der Zustand gerade dann – und damit ist die Notdienstgebühr fällig.

Sollte eines der Beine in einem für Dich komischen Winkel stehen, geh sofort zum Tierarzt, es ist dann vermutlich gebrochen.

Katze krank nach Beißerei – frisst nicht

Wenn Deine kranke Katze nicht frisst, fühle sie zunächst ab,  ob sie sich wärmer anfühlt als sonst, vielleicht zittert oder kalte Ohren hat. Dieses alles können Anzeichen von Fieber sein.

Für den Laien ist es nicht immer einfach zu beurteilen,  ob Fieber von einer Verletzung herrührt oder durch etwas anderes entstanden ist. Hast Du Krusten oder Verletzungen gefunden, bildet sich vermutlich gerade ein Abszeß am Körper Deiner kranken Katze. Die weißen Blutzellen versuchen also, den durch den Biss eindrungenen Bakterien den Garaus zu machen. Dabei entsteht Eiter und der Katzenkörper fiebert. Das darf 2-3 Tage so sein, wenn es dann nicht besser ist, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen, da zu langes fiebern den Organismus schwächt.

Wenn nicht gefressen wird, Du einen alten Patienten hast oder bereits eine Vorerkrankung bekannt ist, solltest Du keine 3 Tage warten. Der Hautfaltentest hilft Dir bei Deiner Entscheidung.

Katze krank und fiebert ohne Beißerei

Fiebert Deine kranke Katze und Du bist unsicher, ob es ein Kampf war, kannst Du entweder kalte Wickel machen und abwarten. Das funktioniert wie beim Menschen, nur dass die feuchten Tücher auf den Rücken und an die Beine gelegt werden.

Oder Du lässt es gleich abklären und gehst zum Tierarzt. Überlege Dir vorher, ob Du wirklich möchtest, dass ein Antibiotikum gegeben wird. Alternativ werden Schmerzmittel und Fiebersenker eingesetzt.

Weitere Diagnostik wie Blutuntersuchungen  können notwendig sein.

Dieses war nur ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten einer kranken Katze. Wenn Du weitere Erstmaßnahmen kennenlernen oder nachschlagen möchtest empfehle ich Dir das Buch „Katze krank?“, das es als E-Book oder als Taschenbuch gibt.

kranke Katze zum Fressen animieren

Wenn Deine kranke Katze mehrere Tage nicht essen will, ist es wichtig immer wieder den Hautfaltentest durchzuführen. Stimmt der Flüssigkeitshaushalt nicht mehr, braucht Deine kranke Katze unbedingt Infusion. Diese verabreichen in der Regel Tierärzte. Aber auch Katzenbesitzer können eine subcutane (= unter die Haut) Infusion durchführen. Lass es Dir von Deinem Tierarzt zeigen! Es kann eine sinnvolle erste Hilfe-Maßnahme sein.

Versuche Deine kranke Katze zum Fressen zu animieren und biete ihr das Lieblingsfutter an. Etwas Jelly aus der Dose vermischt mit warmem Wasser oder Thunfischsaft aus der Dose können Appetitanreger sein. Auch Schleckpasten oder Leberwurstsnacks werden in der Reconvaleszens (Erholungsphase) oder der Erkrankung oft angenommen.

Wenn Du Deine kranke Katze zum Fressen animieren kannst, steigere die Mengen langsam. Achte auf eine gute, hochwertige Nahrung. Was darunter zu verstehen ist, erkläre ich Dir hier.

Eine kranke Katze sollte hochwertiges Fleisch bekommen. Vielleicht kannst Du ihr Hähnchen abkochen oder Fisch dünsten, je nach Vorliebe Deines kranken Lieblings. Damit entlastest Du ihre Ausscheidungsorgane, die an diese Form der Ernährung angepasst sind.

Du solltest auf Getreide und Zusatzstoffe möglichst verzichten.

Am Ende bestimmt sicherlich Deine Katze, was sie essen mag oder was nicht.

Eine Erkrankung ist oft  die Ursache dafür, das Thema Fütterung noch einmal neu zu überdenken.

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